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Blockchain Digitalisierung

Smart contracts

Smart Contracts, – was genau ist das eigentlich und wie können diese die Immobilienbranche verändern?

Smart Contracts sind durch einen Auslöser (Trigger) mittels Programmcode automatisch entstehende und ablaufende Vertragserfüllungen. Sehr simple Smart Contracts gibt es schon lange, zum Beispiel bei Kaffeeautomaten mit Münzeinwurf. Sobald  auslösende Handlungen vorgenommen werden, wie Bezahlung durch Münzeinwurf und Wahl der Kaffeesorte, wird der Kaffe zubereitet und kann entnommen werden.

Dass das nicht immer funktioniert, wird in Filmkomödien gerne als Running Gag gezeigt…

Komplexer wird es dann aber beispielsweise bei Carsharing. Nach Registrierung mit den erforderlichen Dokumenten funktionieren die jeweiligen Buchungen durch den entsprechenden Smart-Contract-Code vollautomatisch.

Ein freier Wagen wird bei der Suche via App geortet, reserviert, mittels Zugangscode geöffnet, – und die gefahrene Strecke wird automatisch erfasst, abgerechnet und bezahlt. Dadurch wird der Ablauf schneller, Fehlerquellen, oft hervorgerufen durch menschliche Handlungen, Missverständnisse, Hörfehler etc. werden minimiert, die Abrechnung kann sofort überprüft werden. Für den Benutzer gibt es im Idealfall nur: auswählen, einsteigen, fahren, und am Ziel einparken.

Die Einsatzmöglichkeiten In der Immobilienbranche?

Zunächst ist anzumerken, dass vieles  noch in den Kinderschuhen steckt. Vor allem rechtliche Rahmenbedingungen müssen noch abgeklärt werden. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Vorteile dieser Technologie, nämlich Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Steigerung in Sachen Transparenz, mehr und mehr erkannt werden und diese sich durchsetzen wird.

– Beispiel Immobilienverkauf: Hier könnten Kaufvertrag und automatische Umsetzung der einzelnen Schritte auf einer Blockchain gespeichert werden. Die Abfolge wird dabei  festgehalten, protokolliert, ist rückverfolgbar und die Einhaltung des Ablaufes und die korrekte Erfüllung der Vertragsbedingungen werden durch den Smart Contract automatisch, quasi ohne menschliches Eingreifen überprüft, und nur bei vollständiger Erfüllung erfolgt der nächste Schritt.

Vor allem für Staaten, die kein stark verankertes Grundbuchswesen haben, wären diese Möglichkeiten großer Fortschritt in Richtung Vertragssicherheit und Transparenz, verbunden mit einer kostengünstigen Abwicklung.

Da Immobilienangelegenheiten generell sehr komplex sind, würden Notare, Anwälte, Banken und Makler zwar nicht, wie vielfach gemeint wird, überflüssig werden, es wird aber stärker als bisher die Rolle des Beraters in den Vordergrund rücken.

– Beispiel Tokenization:  Eine Immobilie kann für eine Kapitalanlage in kleine Einheiten, sogenannte Security Token, aufgeteilt werden, sodass auch mit geringerem Kapital in verschiedene Immobilien an verschiedenen Orten investiert werden kann. Smart Contracts kommen auch hier zum Einsatz um den Ablauf effizient, schnell und transparent zu machen.

– Beispiel Hausverwaltung: Über eine Installation von Sensoren kann automatisch Alarm ausgelöst werden, sollte ein Fehler in der Haustechnik auftreten. Das kann eine automatische Verständigung und gleichzeitige Beauftragung von Handwerkern auslösen.

Allerdings: Abgesehen von vereinzelten Pilotprojekten ist vieles noch Zukunftsmusik, aber mit einigem disruptivem Potenzial.